„Garagenhoffnung“ hängt in der Ausstellung „Open House“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen
In der Zeit vom 22. Februar bis zum 26. April 2026 hang meine Fotografie mit dem Titel „Garagenhoffnung“ neben den Werken anderer Gelsenkirchener Künstler*innen im Kunstmuseum meiner Heimatstadt.
Über die Ausstellung
„Zum Auftakt des Jahres 2026 richtet das Kunstmuseum Gelsenkirchen den Blick auf die lebendige Kunstszene Gelsenkirchens. Präsentiert werden aktuelle Arbeiten von Künstler*innen, die in Gelsenkirchen geboren sind, hier leben und arbeiten oder die Stadt als wichtigen Ort ihres künstlerischen Wirkens geprägt haben.
Die Arbeiten zeigen eine große mediale Vielfalt, wie Malerei, Fotografie, Cyanotypie, Collage, Keramik, Klang, Installation oder Skulptur ebenso wie grafische und textile Werke. Die Bandbreite der gezeigten Positionen spiegelt die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze, Themen und Techniken wider, die Gelsenkirchen prägen.
Mit dieser Ausstellung macht das Kunstmuseum Gelsenkirchen erneut das kreative Potenzial der Stadt sichtbar. Sie zeigt, wie reich und dynamisch die Gelsenkirchener Kunstszene ist und welche künstlerische Energie in ihr steckt.
Ein frischer Blick auf die lokale Szene offenbart Neues von bekannten künstlerischen Positionen aber auch zahlreiche Neuentdecken, die zur pulsierenden Kunstszene der Stadt beitragen. Von aufstrebenden Talenten bis zu einer Position, die „in memoriam“ geehrt wird, entfaltet die Ausstellung Open House ein breites Spektrum und zeigt facettenreiche Einblicke in die Gelsenkirchener Szene.
Der neue Titel Open House verdeutlicht nicht nur den frischen Blick auf die zeitgenössische Kunst der Stadt, auch spiegelt er die Ausstellungssituation mit offenen Zwischenebenen und Blickachsen im Raum wider. Schließlich greift er das Profil des Kunstmuseum Gelsenkirchen auf: ein Haus der Begegnung, Vielfalt und Kreativität.“ (Kunstmuseum Gelsenkirchen)
WDR-Beitrag zur Ausstellung: https://www1.wdr.de/fernsehen/west-art/Open-house-Kulturszene-Gelsenkirchen-im-Kunstmuseum-100.html
WAZ-Artikel zur Ausstellung: https://www.waz.de/lokales/gelsenkirchen/article411260984/20-gelsenkirchener-kreativkoepfe-freuen-sich-auf-ihr-heimspiel-im-kunstmuseum.html
Über das Bild
Titel: „Garagenhoffnung“
Jahr: 2025
Medium: analoge, schwarz-weiß Fotografie, Handabzug
Größe: Fotografie 18×24 cm, gerahmt: 30×40 cm
Dieses Bild hang bereits in meiner Ausstellung „35 Millimeter“ und lud die Menschen nicht nur
zum Nachdenken, sondern auch zum darüber sprechen ein. Bei keinem anderen der 17
Ausstellungsbilder wurde ich so oft nach dem Aufnahmeort gefragt, wie bei diesem. Wo genau
das Bild aufgenommen wurde ist dabei nicht bedeutsam, was die Häufigkeit der Frage
verursacht, ist dass Jeder diesen Ort kennt. Das Ruhrgebiet wird grafisch oft dargestellt mit Fördertürmen, Halden oder anderen Relikten aus der Zeit des Bergbaus, manchmal steht auch der Fußball im Fokus und hin und wieder werden die Gesichter der Metropole ebenfalls gezeigt. All dies wird auf einem Garagenhof wie diesem verbunden – und das über die Jahrzehnte hinweg. Ganz egal ob als Bergmann in den 1950er Jahren, als Handwerker in den 1980er Jahren oder als IT-Spezialist in den 2020er Jahren. Der Garagenhof war und ist immer da und er ist nicht nur ein Ort, an dem ein Auto abgestellt wird. Der Garagenhof im Ruhrgebiet ist ein Ort an dem Fußball gehört wird, an dem Seifenkisten gebaut werden, an dem Beileidsbekundungen ausgesprochen werden, an dem getratscht wird, an dem philosophiert wird, an dem gefeiert wird und an dem gelebt wird. Es ist ein Ort an dem Menschen sich begegnen und miteinander sind. Das schafft Emotionen und genau diese Emotionen wurden bei den Betrachterinnen in der Ausstellung geweckt – denn die meisten
kamen, man kann es ahnen, aus dem Ruhrgebiet. Aus genau diesen Grund habe ich dieses Bild
für die Ausstellung in dem Kunstmuseum der Stadt, in der sich „mein persönlicher Garagenhof“
befindet, ausgewählt.